In der Fischverarbeitung und am Fischereihafen trifft Kälte auf Nässe und Zugluft — eine Kombination, die den Körper besonders schnell auskühlt.

Warum Nässe die Kälte verschärft
Feuchte Kleidung leitet Wärme deutlich schneller ab als trockene. In gekühlten Verarbeitungshallen, an offenen Kais und beim Umgang mit Eis und Wasser sinkt die Hauttemperatur an Händen und Füßen rasch — Behendigkeit und Griffkraft lassen nach, das Verletzungsrisiko steigt.
Regeln und Schutzmaßnahmen
- Aus Hygienegründen sind Verarbeitungsräume oft gekühlt; die Temperatur lässt sich nicht anheben, deshalb zählt der Schutz an der Person.
- Die DIN 33403-5 nennt Grenzwerte für die Hauttemperatur (Hände und Finger nicht unter +12 °C).
- Bei statischer Arbeit unter 5 °C erfüllt geeignete Kälteschutzkleidung die Norm DIN EN 342.
Das Wichtigste in Kürze
- Trockene, warme und wasserabweisende Kleidung bereitstellen.
- Aufgabenrotation und beheizter Pausenraum zum Aufwärmen und Trocknen.
- Warme Hände als direkte Sicherheitsmaßnahme bei Messerarbeit.
Wärme, die Nässe verträgt
Eine beheizte Weste als Kernschicht unter der wasserabweisenden Schutzkleidung hält den Rumpf warm und unterstützt die Durchblutung der Hände — dort, wo Nässe und Kälte am schnellsten wirken. Sie ersetzt nicht die Kälteschutz-PSA, sondern ergänzt sie.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ist keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die aktuellen Fassungen der genannten Regelwerke sowie die Beurteilung durch Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit und Ihren Betriebsarzt.
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Warum kühlt man bei Nässe schneller aus?
Feuchte Kleidung leitet Wärme deutlich schneller ab als trockene. Deshalb ist wasserabweisende, trockene Kleidung in der Fischverarbeitung besonders wichtig.
Welche Norm gilt für Kälteschutzkleidung?
Bei statischer Arbeit unter 5 °C erfüllt geeignete Kälteschutzkleidung die Norm DIN EN 342.
