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Gefährdungsbeurteilung Kältearbeitsplatz: Leitfaden & Checkliste

Gefährdungsbeurteilung Kältearbeitsplatz: Leitfaden & Checkliste

Kältearbeitsplätze bringen eigene Gefährdungen mit — von reduzierter Feinmotorik bis zu Unterkühlung. Deshalb gehören sie ausdrücklich in die Gefährdungsbeurteilung nach Arbeitsschutzgesetz.

Gefährdungsbeurteilung an einem Kältearbeitsplatz

Warum eine eigene Beurteilung nötig ist

Kälte wirkt schleichend: Erst sinkt die Fingerfertigkeit, dann steigen Fehler- und Unfallrisiko. Eine strukturierte Beurteilung macht die Belastung sichtbar und führt zu konkreten, dokumentierten Maßnahmen.

Schritt für Schritt

Erfassen Sie systematisch die Bedingungen, bewerten Sie das Risiko und leiten Sie Maßnahmen nach dem TOP-Prinzip (technisch, organisatorisch, personenbezogen) ab.

Checkliste Kältearbeitsplatz

  • Welche Temperaturen, Luftbewegung und Luftfeuchte treten auf?
  • Wie lange und wie oft sind Beschäftigte exponiert?
  • Sind Aufenthalts- und Aufwärmzeiten festgelegt (DGUV-Regel 100-500)?
  • Ist geeignete, trockene Kälteschutzkleidung vorhanden (ggf. DIN EN 342)?
  • Gibt es einen beheizten Pausen- und Trocknungsraum?
  • Ist die Pflichtvorsorge „Kältearbeiten“ (unter −25 °C) geregelt?
  • Ist Alleinarbeit mit funktionierender Notrufmöglichkeit abgesichert?

Nach der Beurteilung: Maßnahmen

Aus der Bewertung folgen Maßnahmen — von Einhausung und Rotation bis zu geeigneter PSA. Wärmende Kleidung wie eine beheizte Weste ist dabei eine personenbezogene Maßnahme, die Pausen und Vorsorge ergänzt, aber nicht ersetzt.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ist keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die aktuellen Fassungen der genannten Regelwerke sowie die Beurteilung durch Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit und Ihren Betriebsarzt.

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Häufige Fragen

Muss Kältearbeit in die Gefährdungsbeurteilung?

Ja. Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Arbeitgeber, auch die Gefährdung durch Kälte zu beurteilen und Maßnahmen festzulegen.

Was gehört in die Beurteilung eines Kältearbeitsplatzes?

Temperatur, Luftbewegung und Feuchte, Expositionsdauer, Aufwärmzeiten, Schutzkleidung, Vorsorge und die Absicherung von Alleinarbeit.

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